Was ist ADHS? Sie lernen, welche Hirnregionen bei ADHS betroffen sind und wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität neurobiologisch eingeordnet werden. Dies schafft die Grundlage für das Verständnis der medikamentösen Therapie.
Neurobiologie: Was passiert im Gehirn? Auf zellulärer Ebene wird erklärt, was an der synaptischen Signalübertragung verändert ist und welche Rolle Dopamin und Noradrenalin spielen.
Vom neurobiologischen Defizit zum Symptom: Typische ADHS-Verhaltensweisen, von Prokrastination bis emotionaler Überreaktivität, werden konkreten Hirnregionen und Funktionsstörungen zugeordnet. Das unterstützt eine sachlich fundierte Beratung.
Zulassungsstatus in der Schweiz: Sie erfahren, welche Substanzen als First- und Second-line eingesetzt werden, wo Off-label-Situationen auftreten und was dies für Rezeptprüfung und Krankenkassenübernahme bedeutet.
Methylphenidat-Präparate im Vergleich: Concerta®, Medikinet® MR und Focalin® XR unterscheiden sich deutlich in Freisetzungstechnologie und Wirkprofil. Fallbeispiele zeigen, welche Beratungsaspekte je Präparat und Patientensituation relevant sind.
Lisdexamfetamin (Elvanse®): Das Prodrug-Konzept wird verständlich erklärt, inklusive der Frage, wann Elvanse® gegenüber Methylphenidat eine Rolle spielen kann. Dosierung, Nebenwirkungen, Interaktionen und Kontraindikationen werden praxisnah aufgearbeitet.
Atomoxetin und weitere Nicht-Stimulanzien: Für Patientinnen und Patienten, bei denen Stimulanzien nicht infrage kommen, werden Atomoxetin, Guanfacin (Intuniv®) und Modafinil vorgestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf CYP2D6-Interaktionen und Sicherheitsaspekten.
Symptomreduktion durch Medikation: Sie lernen, wie Patientinnen und Patienten die Wirkung ihrer Medikamente erleben können und wie Sie dies in der Beratung verständlich vermitteln. Realistisches Erwartungsmanagement steht im Vordergrund.
Beratung zur Selbststeuerung: Medikamente schaffen häufig erst die Grundlage für bessere Selbststeuerung. Dieses Kapitel zeigt ergänzende Strategien und wie Sie gezielt darauf hinweisen können, ohne die therapeutische Rolle zu übernehmen.